Kichererbsencurry mit Berglinsen und Tofu

Wir lieben indisches Essen! Früher habe ich regelmäßig cremiges Hühner-Curry, Butter Chicken und Tikka Masala zubereitet – alles mit Fleisch, Obers und vielen stärkehaltigen Beilagen.

Bei meinem ersten Versuch, ein veganes Curry zu zaubern, dachte ich an Kichererbsen und Linsen. Gleichzeitig wollte ich das Ganze ein wenig aufpeppen und kam auf die Idee, dem Gericht durch gewürfelten Tofu noch das gewisse Etwas zu verleihen. Zu meiner Freude ist mir das hier vorgestellte Kichererbsencurry wirklich gut gelungen – mein Mann fand es sogar besser, als jegliche Currys mit Fleisch, die ich bisher gemacht habe 🙂

Ich habe mich bemüht, die Mengenangaben so genau wie möglich zu dokumentieren. Da ich bei diesem Gericht erstmals mit trockenen Kichererbsen gearbeitet habe, gestaltete sich die Kochdauer etwas länger, als angenommen. Ich musste immer wieder Suppe nachgießen und das Curry nachwürzen. Ich würde daher allen, die das Rezept nachkochen, empfehlen, ebenfalls trockene Kichererbsen zu verwenden – wer lieber vorgekochte aus der Dose nimmt, muss die Kochdauer und die Flüssigkeitsmenge selbstständig anpassen.

Lest euch auf jeden Fall die genauen Schritte bei der Zubereitung durch, da die Zutaten in mehreren Etappen ins Curry kommen – wenn also beispielsweise ~160ml Pflanzencreme angegeben sind, kommt nicht gleich die gesamte Menge im ersten Schritt in den Topf. Dazu passt übrigens Naturreis oder brauner Reis sehr gut, beziehungsweise auch selbstgemachtes Brot, wie wir es hatten.

Aber alles der Reihe nach – im Grunde ist es gar nicht so kompliziert, wie es sich gerade vielleicht anhört 🙂

Für einen riesengroßen Topf Curry braucht ihr:

  • ca. 400g trockene Kichererbsen – diese lasst ihr ca. zwölf Stunden in kaltem Wasser einweichen, wodurch sie schwerer werden. Bei mir wogen sie “vollgesogen” dann 750g – das ist die perfekte Menge für dieses Rezept 🙂
  • 150g trockene Berglinsen
  • 250g Tofu
  • 2 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 400g gestückelte Tomaten – frisch, oder auch aus der Dose (darauf achten, dass kein Zucker zugesetzt ist)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 150ml Soja-Kochcreme
  • 4 EL Kokosmilch
  • 1  TL Zitronensaft
  • ca. 1L Gemüsebrühe
  • Kurkuma
  • Kreuzkümmel
  • Cayennepfeffer
  • Garam Masala
  • Lieblings Curry-Gewürz

Ich schätze, dass ungefähr 6-8 Portionen dabei herauskommen – wer weniger möchte, halbiert/drittelt einfach die Mengen.

 

To do:

Die Kichererbsen sollten für zwölf Stunden in kaltem Wasser eingeweicht werden. Anschließend abgießen.

Zwiebel in Ringe schneiden und mit etwas Olivenöl in einem großen Wok oder Topf anbraten. Den Knoblauch pressen oder fein schneiden und zugeben. Mit je 1 TL Kurkuma, Kreuzkümmel, Garam Masala und etwas Currymischung bedecken und einige Blätter frischen Koriander unterheben. Alles zusammen ca. drei Minuten weiterbraten.

Die gestückelten Tomaten zugeben und die abgetropften Kichererbsen mit ca. 300ml der Gemüsebrühe und einem Schuss Sojacreme, 2EL Kokosmilch und Zitronensaft einrühren. Mit geschlossenem Deckel alles für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Den Tofu in der Zwischenzeit in Würfel schneiden und etwas salzen. In Öl von allen Seiten kurz anbraten und zum Curry geben.

Anschließend alles noch einmal gut durchrühren und die Berglinsen zugeben. Ich habe das Curry nun für ca. 40-45 Minuten auf Stufe 7 von 9 mit geschlossenem Deckel kochen lassen und erst gegen Ende auf Stufe 4 gedreht. Alle 10-15 Minuten habe ich etwas Suppe (meist 300ml) nachgefüllt, sobald die Kichererbsen sie aufgesogen hatten und wieder mit Kreuzkümmel, Kurkuma, Garam Masala und Curry nachwürzen und frische Korianderblätter mitkochen lassen. Hier Mengenangaben zu machen, ist extrem schwer – jeder mag Curry unterschiedlich intensiv 🙂 Kostet einfach immer wieder und schmeckt es nach euren Bedürfnissen ab. Bei uns wandern teilweise wirklich große Mengen der Gewürze in den Topf – immer wieder mit 1-2 EL Kokosmilch und einem Schuss Pflanzen-Kochcreme nachhelfen, damit das Curry schön cremig wird und gegen Ende regelmäßig kosten und ggf. nachwürzen. Denkt auch immer wieder ans Umrühren!

Bei mir lief das Nachgießen und Nachwürzen ungefähr so ab:

  • 10 Minuten köcheln – 300ml Suppe nachgießen, von allen Gewürzen eine großzügige Prise
  • 10 Minuten köcheln – 200ml Suppe nachgießen, nochmal kräftig nachwürzen, einen Schuss Sojacreme zugeben und 2EL Kokosmilch
  • 10 Minuten köcheln lassen – 200ml Suppe nachgießen, wieder von allen Gewürzen und ein wenig Sojacreme zugeben
  • 10 Minuten köcheln lassen – alles mit einem Stückchen Brot kosten und nach Belieben nachwürzen

Die Berglinsen brauchen ungefähr 30-40 Minuten, bis sie schön weich sind – falls ihr das Curry also etwas länger kochen lassen wollt, fügt sie erst einen Schritt später hinzu. Die Kichererbsen waren nach ungefähr 45 Minuten weich mit leichtem Biss, auch hier könnt ihr einige Minuten Kochzeit abzweigen oder dranhängen – ganz nach eurem Geschmack!

Gutes Gelingen und Mahlzeit! 🙂

Print Friendly, PDF & Email
Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere