Cremiges Grünkohlcurry

Kohl gilt gemeinhin als gesunde Vitaminbombe, landete bei uns aber immer viel zu selten auf dem Tisch. Warum? Weil mein Mann und ich immer der Meinung waren, Kohl würde uns nicht schmecken.

Beim Lesen aller möglichen Bücher, Fachartikel und Webseiten zum Thema Krebs und Ernährung stand jedoch eine Lebensmittelgruppe immer an erster Stelle: Kohlgemüse.

Und nachdem es so viele verschiedene Sorten gibt, wollte ich zumindest einen Versuch starten, Kohl in unseren Speiseplan zu integrieren; in welcher Form auch immer. Pok Choi mochten wir schon ganz gerne, solange er irgendwo druntergemischt war.

Also wurden nach und nach Gemüsepfannen, Aufläufe und vieles mehr immer wieder mit ein wenig Wirsing oder Grünkohl aufgepeppt, bis wir merkten, dass er richtig gewürzt gar nicht so schlecht war, wie wir ihn aus unserer Kindheit in Erinnerung hatten.

Vor zwei Wochen gab es dann erstmals ein ganzes Gericht mit satten 300g Grünkohl, nämlich dieses leckere Curry, um das es heute geht. Und wisst ihr was? Wir waren beide restlos begeistert davon 🙂

Wahrscheinlich ist es wie in unserem Fall mit dem Kohl bei einigen Gemüsesorten recht ähnlich: Man muss verschiedene Würzungen und Arten probieren. Wenn man Glück hat, schmeckt einem dann womöglich doch etwas ganz gut. Ich wollte den Versuch, uns Kohl schmackhaft zu machen, jedenfalls noch nicht voreilig aufgeben und war glücklicherweise erfolgreich.

Da man Kohl das ganze Jahr über in verschiedener Form bekommt und die Vielfalt riesig ist, werde ich mich weiterhin durchkosten. Hoffentlich ist noch einmal die ein oder andere Sorte dabei, die uns richtig zubereitet schmeckt 🙂

Was den Kohl so gesund macht, sind neben jeder Menge Vitamine und Mineralstoffe insbesondere die darin enthaltenen Senföle und ein Stoff namens Diindolylmethan. Diese Substanzen kommen insbesondere in Kreuzblütler-Gemüse vor und unterstützen die körpereigenen Reparaturprozesse: Defekte bzw. entartete Zellen werden quasi rechtzeitig wieder von selbst repariert, bevor sie zu Tumorzellen werden können.

Wer sich mit dem Thema ein bisschen genauer auseinandersetzen möchte, dem kann ich diesen Link empfehlen (Werbung durch Verlinkung; unbezahlt):

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/kreuzbluetengewaechse-gegen-krebs-ia.html

Aber nun zurück zum Grünkohlcurry 😀

Das kommt hinein:

  • 300g Grünkohl
  • 200g Rote Linsen
  • 400ml Gemüsebrühe
  • 400ml Kokosmilch
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Zwiebel
  • 3 Karotten
  • 1 Zucchini
  • 2 gehäufte TL Kreuzkümmel
  • 4 gehäufte TL Garam Masala
  • 2 TL Currygewürz
  • 3 Zweige Koriander
  • 3 TL Kokosöl
  • 50g Erdnüsse
  • 50g Cashewkerne
  • Pfeffer
  • Chili

Und das ist zu tun:

Den Grünkohl in Streifen schneiden und in kochendem Wasser eine Minute blanchieren. Anschließend wieder aus dem Topf nehmen und zur Seite stellen.

Zwiebel und Knoblauch in Kokosöl anbraten und mit der Hälfte der Gewürze bedecken. Das restliche Gemüse waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. In der Pfanne einige Minuten mitbraten lassen und die Mischung mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Linsen einrühren. 10 Minuten zugedeckt köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren.

Den geschnittenen Grünkohl zugeben und alles mit der Kokosmilch aufgießen. Die Blätter vom Koriander zupfen und gemeinsam mit den restlichen Gewürzen in den Topf geben. Gut ümrühren und bei niedriger Temperatur weitere 20 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Chili und Pfeffer abschmecken und ggf. bei den restlichen indischen Gewürzen nachjustieren.

Gegen Ende der Garzeit die Erdnüsse und Cashewkerne in einer Pfanne ohne Öl von allen Seiten 1-2 Minuten anrösten. Das Curry essen wir sehr gerne mit Wildreis oder Couscous, die Nüsse und Kerne kommen beim Anrichten dazu, können aber auch direkt ins Curry gerührt werden.

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