Über mich und diesen Blog

Hallo allerseits! 🙂

Mitunter fragt ihr euch sicher, wo ihr hier gelandet seid. Ich möchte euch daher einen Auszug aus unserer Vorgeschichte und der Entstehung dieses Blogs geben:

Mein Name ist Julie, ich bin 28 Jahre alt und aus dem wunderschönen Österreich. Gemeinsam mit meinem Mann und unseren Katzen bestreite ich meinen Alltag zwischen Arbeit, Haushalt und allem, was einem das Leben immer wieder so beschert. Hätte man mir noch vor wenigen Jahren gesagt, dass ich mich einmal ernsthaft mit pflanzlicher Ernährung auseinandersetzen würde, hätte ich nur ungläubig den Kopf geschüttelt. Doch dafür gab es einen bestimmten Anlass:

2015 ist mein Mann mit gerade einmal 25 an Krebs erkrankt. Der Tumor in seinem linken Arm war aggressiv und höchst selten, was auch die Ärzte vor eine besondere Herausforderung stellte. Ende des Jahres konnte er nur noch durch eine Amputation des gesamten linken Armes gerettet werden, um den Krebs davon abzuhalten, sich noch stärker auszubreiten.

Es folgten Chemotherapie und Check-Ups, Gespräche mit Ärzten, Unsicherheit, Warten, Bangen, zahlreiche Folge-Operationen aufgrund von Entzündungen und im Grunde fühlten wir uns nach diesem zweijährigen Marathon überrumpelt und vollkommen überfordert. Mein Mann musste lernen, nach der Amputation und Krebserkrankung zurechtzukommen und ich kam mir neben ihm hilflos, der Krankheit ausgeliefert, vor.

Trotz dieses Schicksalsschlags versuchten wir vor allem eines: uns unseren Humor zu bewahren, Spaß zu haben und uns das Leben nach diesen Strapazen so angenehm wie möglich zu machen.

Wir wollten den Krebs vergessen, nachdem er endlich besiegt war und ihm keinen Raum mehr in unserem Leben geben. Das hieß auch, so zu kochen wie bisher – gut und frisch, aber nicht unbedingt bio und auf die genauen Nährstoffe bedacht.

Mit spezieller Ernährung während Krebserkrankungen konnte ich mich zur damaligen Zeit nicht auseinandersetzen – es hätte bedeutet, mich wieder mit der Krankheit zu befassen und sie als Teil unseres weiteren Lebens anzuerkennen. Das mag für viele vielleicht naiv oder schlichtweg dumm klingen, doch wir wollten weitermachen wie vor der Erkrankung, als ob es den Krebs nie gegeben hätte.

Die Kontrolluntersuchungen meines Mannes ließen mich immer wieder zu einem nervösen Wrack werden, je näher sie rückten, und das nach all der Zeit, die nun eigentlich schon vergangen war. Anfang 2018 beschloss ich jedoch, gegen diese erlebte Hilflosigkeit als Angehöriger vorzugehen und selbst aktiv zu werden. Ich fing an, mich intensiv mit Ernährung während Krebserkrankungen und unseren alltäglichen Lebensmitteln auseinanderzusetzen, befasste mich näher mit Studien und vermuteten Ursachen für die Entstehung bösartiger Tumore. Das dadurch erworbene Wissen möchte ich euch in Form von Rezepten und Artikeln weitergeben.

Meine Philosophie

Es ist mir wichtig, auf die Herkunft meiner Lebensmittel zu achten. Gegenwärtig ist es mir leider noch nicht möglich, einen eigenen Gemüsegarten zu betreiben, aber darauf freue ich mich schon sehr.

Ich koche grundsätzlich gesundheitsbewusst, vegan und ohne Industriezucker, möchte jedoch nicht auf Kuchen, Kekse und andere Süßspeisen verzichten. Dessertrezepte, die ihr bei mir findet, sind allerdings möglichst gesund gesüßt, das heißt ohne industriellen Zucker oder Zuckeraustauschstoffe, die den Insulinspiegel in die Höhe schießen lassen, und auch ohne Weizenmehl. Während meiner Recherchen im Bereich Krebs und Ernährung stieß ich auf die so genannte „China Study“ von T. Colin Campbell und stütze mich bei meinen Rezepten auf die darin geschilderten Thesen.

Als große Verfechterin des Selbermachens, stelle ich gerne mein eigenes Brot, Gemüsepulver, oder aber auch Aufstriche und Saucen her. Zwar ist damit mehr Aufwand verbunden, aber ich weiß genau, was drinnen ist. Es ist mir wichtig, einen kritischen Umgang mit Lebensmitteln zu pflegen und andere dazu anzuregen, genauer hinzusehen, was wir uns täglich zuführen – um unserer Gesundheit willen.

Dieser Blog ist von einer Angehörigen für Angehörige krebskranker Menschen.

Natürlich freue ich mich aber auch über alle anderen Besucher, die ihren Weg hierher gefunden haben – seien es nun Betroffene selbst, oder vielleicht nur gesundheitsbewusste Menschen auf der Suche nach neuen Inspirationen.

Für viele bedeutet die Umstellung auf pflanzliche Ernährung Verzicht und stößt womöglich auf Widerstand; ich möchte euch hier allerdings zeigen, wie einfach und schmackhaft gesunde Gerichte sein können und dass sich Selbermachen trotz des Aufwands immer lohnt 🙂

Ich habe im letzten Jahr gelernt, mich durch verschiedenste Getreide-, Gemüse- und Obstsorten zu probieren und die kulinarische Vielfalt, die uns geboten wird, mehr und mehr auszukosten und zu entdecken. Ihr findet hier also Querbeet alles, was die Natur zu bieten hat: Rezepte mit Dinkel, Grünkern, Jackfruit, Algen und co, die bei mir früher nicht auf dem Tisch gelandet wären, aber auch etwas “umgemodelte” Hausmannskost und vereinzelt Rezepte mit Fisch.

Zu meiner Person

Ich bin keine Medizinerin – und wer weiß, vielleicht ist das auch gerade gut so. Seit Oktober 2018 absolviere ich eine Ausbildung zum diplomierten Ernährungscoach, um meinem Vorhaben mit diesem Blog den notwendigen theoretischen “Halt” zu verpassen. Um mein Wissen zu vertiefen, besuche ich außerdem regelmäßig verschiedenste Kurse und Lehrgänge. Diese thematisieren einerseits ernährungstechnische Themen (allgemein und spezifisch) sowie Krebs, seine Entstehung, Behandlungsmöglichkeiten der Schulmedizin und aktuelle Forschungsansätze.

Hauptberuflich bin ich Linguistin und Pädagogin im öffentlichen Bildungswesen, komme also eigentlich aus einem ganz anderen Bereich. 🙂 Aber wie ihr sicher gemerkt habt, handelt es sich hierbei um eine Herzensangelegenheit, die durch Aus- und Weiterbildung auch einen soliden Grundstock bekommen soll.

Ich werde häufig gefragt, wie ich auf den Namen “Viech and Ginger” gekommen bin:

Mein Mann, den ich im echten Leben spaßhalber gerne einfach nur “Viech” nenne, ist seit seiner Kindheit begeisterter Fleischesser, dem ich immer wieder ein bisschen Gemüse unterschummeln musste, das er dann gerne noch nörgelnd herausgepickt hat. Im Grunde ist das der Gedanke hinter dem Namen, da ich ihn gerade in der Anfangaphase der Ernährungsumstellung bei jeder Gelegenheit mit Ingwer versorgt habe – dem “Superfood” gegen Krebs schlechthin 😉

Aus diesem Grund wird dieser Blog auch von einem kleinen Wildschwein namens “Viech” als Maskottchen begleitet, das ihr in meinem Logo, auf den Bannern und auch sonst überall, wo es halt gerade herumschnüffelt, findet. Seine Liebe zu Ingwer (Ginger) hat das süße Kerlchen übrigens schon entdeckt!

Was ich mit diesem Blog erreichen möchte

Da ich sehr gerne koche und mich intensiv mit krebshemmenden Wirkstoffen auseinandergesetzt habe, möchte ich euch auf diesem Blog eigene Rezepte, sowie Abwandlungen meiner bewährten Lieblingsrezepte vorstellen, die ich dahingehend verändert habe, dass sie möglichst viele krebshemmende Nährstoffe enthalten. Ich will hiermit ein Zeichen gegen die Hilflosigkeit setzen, die Angehörige Krebskranker empfinden und einen kleinen Einblick in unseren kulinarischen Alltag geben. Wir leben, kochen und essen nach der Erkrankung bewusster; euch daran teilhaben zu lassen und anderen mit meinen Artikeln und Rezepten in ähnlichen Lebenssituationen zu helfen, ist der Antrieb hinter diesem Blog.

Natürlich sind vegane Rezepte mit krebshemmenden Wirkstoffen sicherlich für viele gesundheitsbewusste Menschen, oder jene, die es werden möchten, interessant, daher freue ich mich natürlich über jeden einzelnen Besucher, der hier die ein oder andere Inspiration findet. 🙂

Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, dass wir als PartnerIn, FreundIn und Familienmitglied krebskranker Menschen sehr wohl auch aktiv etwas tun können: unsere Lieben mit selbstgekochter Kost unterstützen, uns einlesen und ihnen den Umstieg in eine bewusstere Ernährung dadurch so leicht wie möglich machen. Auch wenn wir ihnen die Schmerzen und Angst nicht nehmen können, so können wir uns für sie mit gesunder Ernährung auseinandersetzen und sie an das Thema heranführen, wenn ihnen die Kraft dazu fehlt.

Die Rezeptsammlung und Überlegungen, die ich anderen Angehörigen hier zur Verfügung stellen möchte, wird laufend erweitert. Ich hoffe, dass ihr beim Stöbern ein paar Inspirationen findet und würde mich freuen, wenn ihr euch angesprochen fühlt und uns ein Stück weit begleitet.

Wir sind nicht alleine und können mehr, als nur zu trösten und still zu leiden – wir können dem Krebs und seinen möglichen Überresten auf unsere Art und Weise den Kampf ansagen.